Vortrag: Jüdisches Leben in Viersen – eine Spurensuche

Jüdisches Leben in Viersen war geprägt von den Familien Katzenstein, Nussbaum, Abraham, Mähler, Meyer, Strauss, Rosenmann und vielen weiteren Mitgliedern der jüdischen Gemeinde. Sie waren alle Bürger unseres Landes, unserer Stadt und waren ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Viele von ihnen waren hoch angesehen.
Der erste Hals-Nasen- Ohrenarzt Viersens, Dr. Bernhard Abraham, war ein beliebtes Mitglied des Viersener Ärztevereins, Berta Nussbaum war eine Initiatorin der Kriegsküche im
1. Weltkrieg. Die Geschäftsleute David Katzenstein und Salomon Mähler stifteten bedürftigen Kommunionkindern und Konfirmanden Kleidung für ihre Feier.
Waren es zu Anfang des 19. Jahrhunderts fünf Familien, so hatte die Gemeinde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts über 200 Mitglieder.
Es war eine kleine Gemeinde mit einem Bethaus und einer eigenen Schule.
Die Zeit des Nationalsozialismus beendete das jüdische Leben in unserer Stadt. Auch hier erlebten die vormals geachteten Mitbürger zunehmende Feindseligkeit, Zerstörung und Vernichtung. So wurden einige Familien von Viersen aus deportiert und in den Konzentrationslagern ermordet.
Andere verließen schweren Herzens ihre Heimat und emigrierten nach Palästina, in die USA, nach Südamerika und Großbritannien.
Beatrix Wolters hat sich auf eine Spurensuche begeben, deren Ergebnisse 2022 in einer Publikation vorgestellt werden.

Der Verein für Heimatpflege Viersen plant für das Jahr 2022 eine Veranstaltungsreihe rund um das Thema. Gehen Sie mit uns auf Spurensuche und auf Zeitreise.
Viele Aktionen, wie Vorträge, eine Lesung, der Besuch eines Bethauses, eine Ausstellung u.v.m. sind in Vorbereitung.
Dazu wird es ein kleines separates Programm geben.

Eintritt frei

! Bitte beachten Sie unbedingt die zu diesem Zeitpunkt aktuell geltenden Corona Richtlinien !

Datum

26 Jun 2022

Uhrzeit

11:00

Ort

Villa Marx
Gerberstraße 20, 41748 Viersen
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