Konzert-Lesung: „Clara und Robert Schumann – das geniale Künstlerpaar“

Clara Wieck war die berühmteste Pianistin Europas, die Künstlerin, zu der ihr Vater, Friedrich Wieck, sie ausgebildet hatte. Schon mit neun Jahren konzertierte sie und komponierte später auch. Ihre Tagebuchaufzeichnungen zeigen jedoch, dass sie immer wieder mit den Vorurteilen gegenüber Kompositionen von Frauen zu kämpfen hatte. Als Robert Schumann als Schüler Wiecks ins Haus kam, verliebten sich die beiden Künstler und heirateten schließlich gegen den Willen von Claras Vater, nachdem sie sich die Heiratserlaubnis vor Gericht erstritten hatten. Das Zusammenleben der beiden hochbegabten Künstler gestaltete sich als durchaus schwierig: Robert brauchte zum Komponieren Ruhe, Clara benötigte als Pianistin Zeit zum stetigen Üben. Die Krankheit Schumanns verdüsterte sein Leben und das der Familie zunehmend. Als er sich an einem Karnevalstag von der Rheinbrücke in den Fluss stürzte und von Fischern gerettet wurde, entschloss er sich zum Aufenthalt in der Klinik in Bonn-Endenich. Nach dem Tod Robert Schumanns begann Clara eine intensive Konzerttätigkeit und machte auf diese Weise Schumanns Werk international bekannt.
Die Konzertlesung sucht die Lebenssituationen dieser zwei Künstlerpersönlichkeiten nachzuzeichnen. Klavierwerke verdeutlichen ihren besonderen künstlerischen Rang.
Konzept und Rezitation:
Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Klavier: Nadja Bulatovic

Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Zitate zu „Clara und Robert Schumann“:
1. Clara an Robert, November 1837, Prag, Sonntag d.12.abends.[…] „Und nun, was das verheiraten betrifft, das ist allerdings bedenklich. Wenn nun so ein Diamant käme, der mich so blendete, dass ich Eusebius, Florestan und wie sie sonst noch heißen vergäße und Du läsest am Ende in Zeitungen „Verlobung des Fräulein Clara Wieck mit dem Herrn von Perlenschnur oder Diamantenkrone“ – Im Ernst aber, bin ich ein kleines Kind, das sich zu dem Altar führen lässt wie zur Schule? Nein, Robert! Wenn Du mich Kind nennst, das klingt so lieb, aber, aber wenn Du mich Kind denkst, dann tret ich auf und sage: „Du irrst!“ Vertraue mir vollkommen. […]“

2. Robert an Clara 22. April 1838 „Über sechs Monate haben wir uns nun nicht gesehen, wann wird das enden? Von mir hätte ich nur heiteres zu sagen, bis auf die letzten Tage, wo ich krank vom Arbeiten und Sorgen um Dich – Dein Brief ist herrlich… […]“

Datum

29 Mrz 2020

Uhrzeit

11:00

Preis

15 € Mitglieder und 19 € für Nichtmitglieder

Ort

Villa Marx
Gerberstraße 20, 41748 Viersen
Kategorie