50 Jahre kommunale Neugliederung - statt Grenzbrück oder Dreistadt dann doch Viersen

Wie es dazu kam und was daraus geworden ist.

In der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen heißt es: „Ein Gemeindegebiet soll so bemessen sein, dass die örtliche Verbundenheit der Einwohner gewahrt und die Leistungsfähigkeit der Gemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben gesichert ist.“

Mitte der 1960er Jahre war in Nordrhein-Westfalen die Zeit des Wiederaufbaus beendet. Auch am Niederrhein ging es darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Als Antwort auf das Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Entwicklung wurden im Regierungsbezirk Düsseldorf die Gemeindegebiete neu strukturiert. Ergebnis dieser Gebietsreform war 1975 die Verlegung der Kreisverwaltung von Kempen nach Viersen.

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg war 1968 die Vereinigung der Städte Dülken, Süchteln und Viersen sowie der Gemeinde Boisheim zur neuen Stadt Viersen. Der Zusammenschluss war ein langwieriger und schwieriger Prozess. Vor allem Dülken und Süchteln hatten sich gegen ihre „Eingemeindung“ gewehrt und für das neue kommunale Gebilde den Namen Grenzbrück bzw. Dreistadt vorgeschlagen.

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„Täter von einst bereuen nichts“ titelte 1995 die Rheinische Post nach einer VHS- Diskussion mit den damals Verant- wortlichen. Mitte der 1960er Jahre galt es, Viersen gegenüber Mönchengladbach zu stärken, das zur Großstadt heran- zuwachsen schien. Und heute? Was ist aus den Befürchtungen und Hoffnungen von damals geworden und welche Veränderungen hat die Neugliederung tatsächlich gebracht?

Ausstellungszeitraum

16. August - 13. Dezember 2020

Ausstellungsort

Viersener Salon
Villa Marx
Gerberstraße 20
41748 Viersen

Öffnungszeiten

Donnerstag - Samstag
15.00 - 18.00 Uhr

Sonntag und Feiertage
11.00 - 18.00 Uhr

Einritt ist frei.